Kommunikation: Smart Talk statt Smalltalk!

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Kommunikation: Smart Talk statt Smalltalk!

Da stehen Sie also. Auf der Familienfeier, in der Teeküche Ihres Betriebs, in der Bar. Ihnen gegenüber: Ihre schwerreiche Erbtante, Ihr neuer Chef, ein äußerst attraktives Exemplar des anderen Geschlechts. Sie wissen: Jetzt kommt es darauf an! Das ist Ihre Chance, durch inspirierenden Smalltalk wertvolle Punkte zu sammeln. Jedoch: Die Kommunikation verläuft zäh wie die Wartezeit in einem Zahnarztstuhl. Was machen Sie nur falsch?

Hüten Sie sich vor diesen drei ebenso verbreiteten wie verhängnisvollen Fehlern, die Ihre Versuche zu inspirierender Konversation im Keim ersticken! Folgen Sie den einfachen Empfehlungen in den folgenden Absätzen und lassen Sie sich überraschen, wie einfach Sie in Zukunft Ihre Gesprächspartner fesseln.

Smalltalk ist out. Smart Talk ist in! Lesen Sie hier, wie das geht:

Fehler Nr.1: Geschlossene Fragen!

 Es ist ja gut gemeint. Sie wollen mit einer leichten, harmlosen Frage den Kontakt herstellen, ohne de anderen gleich zu nahe zu rücken. Sie fragen: „Wie geht es Ihnen?“, „Wie war Ihr Urlaub?“, „Wie kommen Sie voran?“, „Willst du auch einen Kaffee?“, „Wie heißt du?“.

Das Problem bei all diesen Fragen: Sie laden Ihren Gegenüber ein, mit nur einem Wort oder einer kurzen Phrase zu antworten. „Gut.“, „Zu kurz.“, „Muss ja.“, „Ja.“, „Anna.“. In dem Wunsch, ein Gespräch in Gang zu bringen, stellen Sie die nächste Frage: „Haben Sie schon dies oder das?“, „Wo waren Sie denn?“, „Gibt es Probleme?“, „Mit Milch oder Zucker?“, „Bis du öfter hier?“. Die Antworten: „Ja.“, „Griechenland.“, „Nein.“, „Beides.“, „Ja.“. Sie haben wirklich Gutes im Sinn. Und doch: Ihr Ergebnis hat mehr Gemeinsamkeiten mit einem Polizeiverhör als mit einer fruchtbaren Konversation.

Die Lösung: Suchen Sie nicht Antworten! Suchen Sie Geschichten!

Laden Sie Ihre Gesprächspartner mit offenen Fragen ein, Ihnen von sich zu erzählen! Statt: „Wie geht es Ihnen?“ fragen Sie: „Was haben Sie heute gemacht?“. Statt „Wie war Ihr Urlaub?“ fragen Sie: „Was war das Seltsamste, was Sie in Ihrem Urlaub erlebt haben?“. Statt „Wie kommen Sie voran?“: „Was sind die Herausforderungen in Ihrem aktuellen Projekt?“.

Offene Fragen sind Einladungen, sich zu öffnen. Unverzichtbar dabei allerdings ist, dass Sie auch wirklich Interesse an der Geschichte Ihres Gegenübers haben. Sind Sie an dem Menschen, mit dem Sie diesen Moment teilen, nicht interessiert, bleiben Sie besser bei den geschlossenen Floskeln und ersparen Sie sich und Ihrem Gesprächspartner das Leid einer qualvoll zähen Unterhaltung.

Weitere Fragen, mit denen Sie den Raum für Geschichten öffnen:

Was war das interessanteste Ereignis Ihrer bisherigen Woche?

Was war Ihr größter subjektiver Erfolg im vergangenen Jahr?

Wer in diesem Raum hat Ihrer Meinung nach den chaotischsten Schreibtisch?

Woher kennen Sie den Gastgeber?

Was verbinden Sie mit dem Geruch von Kaffee?

Was würden Sie heute machen, wenn Sie nicht arbeiten würden?

Wenn du jetzt einen Wunsch frei hättest, was würdest du dir wünschen?

Wer auf dieser Party ist deiner Meinung nach das hübscheste Paar?

Welche Hobbys hattest du, als du ein Kind warst?

Worauf freust du dich gerade besonders?

Fehler Nr. 2: Die Spiegel-Falle

Es ist doch nur zu verständlich: Wir alle möchten gerne gemocht werden. Wir haben Angst, durch unsere Ecken und Kanten anzustoßen. Aus diesem Bedürfnis heraus stimmen wir häufig unbedacht und uninspiriert zu, wo wir die Chance hätten, einen Ball aufzunehmen und dem Gespräch eine unerwartete und kreative Wende zu geben.

Das klingt dann ungefähr so:

Hans: Was für eine langweilige Besprechung!

Franz: Mann, ja! Das war wirklich langweilig!

Oder:

Sara: Ist das Wetter nicht toll?

Klara: Ja, das Wetter ist wirklich schön heute.

Vergleichen Sie diese Gesprächsauftakte mit den folgenden Beispielen:

Hans: Was für eine langweilige Besprechung!

Franz: Ich habe irgendwann angefangen, zu zählen, wie oft das Wort „eigentlich“ gefallen ist. Ich bin auf 87 Mal gekommen. Und dabei habe ich die erste Viertelstunde nicht mitgezählt. Übrigens entfielen gut 2/3 der „eigentlichs“ auf genau eine Person. Raten Sie mal, wer!

Sara: Ist das Wetter nicht toll?

Klara: Meine Güte, was würde ich dafür geben, heute auf einer Decke im Park zu liegen! Und dazu ein… Was wäre deiner Meinung nach für einen Tag wie heute das beste Getränk?

Was glauben Sie, welche der beiden Varianten eher dazu einladen, statt einem Zweizeiler in ein längeres Gespräch einzusteigen? Welche der beiden Fassungen von Franz und Klara wird Hans und Sara wohl bleibender im Gedächtnis haften? Mit welcher Fassung von Franz und Klara wären Sie lieber eine Stunde lang alleine in einem Fahrstuhl eingesperrt?

Fehler Nr. 3: Die Erwartungs-Erfüllungs-Masche

Eigentlich nur eine Variante von Fehler Nr. 2. Wir antworten so, dass wir die vermuteten Erwartungen unseres Gegenübers erfüllen. Wir trauen uns nicht, dem Gespräch eine kreative Wendung zu geben, sondern plätschern uninspiriert in grauer Einheits-Masche. Das sieht dann so aus:

Mike: Wie war Ihre Anreise?

Maik: Die Anreise war ok.

Annette: Da sind wir endlich.

Anneke: Ja. Endlich sind wir da.

Ulf: Wie geht’s?

Alf: Gut.

Nutzen Sie den flachen Ball Ihres Gegenübers für einen gänzlich unerwarteten Return! Bringen Sie Biss in das flaue Grau-in-Grau! Seien Sie mutig und spontan! Überraschen Sie!

Mike: Wie war Ihre Anreise?

Maik: Mein Butler ist im Urlaub und hat vergessen, vorher den Hubschrauber zu tanken. So musste ich tatsächlich selber Auto fahren. Unglaublich, was einem mit dem heutigen Personal alles passiert!

Annette: Da sind wir endlich.

Anneke: Ach, im Vergleich zu meiner letzten Reise zum Saturn war das hier doch ein Katzensprung.

Ulf: Wie geht’s?

Alf: Das fragt mich mein Arzt bei der Routineuntersuchung auch jedesmal. Was glauben Sie, wie der guckt, wenn ich ihm sage, dass es mir gerade blendend geht? Haben Sie auch so einen Arzt?

Das waren nur Ideen. Ideen, die Funken von Leichtigkeit und Verve in ein uninspiriertes Gespräch einspeisen. Ideen, die Sie inspirieren sollen.

Jetzt sind Sie dran. Seien Sie mutig! Seien Sie kreativ! Trauen Sie sich was! Nur wenn Sie es sich erlauben, anzuecken, zu überraschen und zu provozieren, werden Sie im Gedächtnis Ihrer Gesprächspartner hängen bleiben. Es kann sein, dass Sie dabei Grenzen überschreiten. Aber: Wenn Sie Ihren Gegenüber erstmal zum Schmunzeln gebracht haben, dann prägt dieses Schmunzeln auch die Erinnerung an Sie. Ihre Schüchternheit oder Selbstzweifel mögen versuchen, Sie zu bremsen. Aber halten Sie sich vor Augen: Nur wer eine bleibenden Eindruck hinterlässt, an den wird sich erinnert. Und dass sich die Menschen an Sie erinnern, wenn es wichtig ist, ist doch genau das, was Sie wollen.

Oder?

 

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Gut zu wissen: Wie Ihr Gehirn lernt

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weisheiten

„Gut zu wissen“ ist die Reihe, die Ihnen Erkenntnisse der modernen Psychologie direkt und leicht verdaulich nahe bringt. Diese grundlegenden Sichtweisen sind nicht nur theoretisch interessant. Richtig verstanden und angewandt erwachsen aus diesen Sichtweisen Fähigkeiten, die in mancher Situation geradezu Gold wert sind.

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Gut zu wissen: Wie Ihr Gehirn lernt

Ihr Gehirn verbraucht selbst im Ruhemodus etwa 20% Ihrer gesamten Körperenergie. Was macht es nur damit? Es lernt. Lernen ist die wichtigste Beschäftigung für Ihr Gehirn ebenso wie für diejenigen Ihrer Mitarbeiter. Jede Problemlösung, jedes Scheitern und jede Kapitulation. Jede Überwindung und jedes Zaudern. Jede Überraschung oder Bestätigung. Jede soziale Interaktion. All dies sind Lernprozesse für Ihr Gehirn. Wenn Sie Einfluss darauf nehmen wollen, was Ihr Gehirn aus welchen Situationen genau lernt, sollten Sie wissen, was Ihr Gehirn überhaupt unter „lernen“ versteht.

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( Klicken Sie auf die Überschriften und erfahren Sie mehr! )

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Schnelles Denken - Langsames Denken

Die moderne Psychologie spricht in Bezug auf unsere Gedanken metaphorisch von deren Flüssigkeitsgrad. Einige Gedanken sind sind dünnflüssig, andere zäh wie Honig. Ein Beispiel: Als Führungskraft wird Ihnen ein Konflikt zwischen zwei Mitarbeitern zugtragen. Beide verhaken sich in widersprüchlichen Aussagen. Einer dieser beiden ist privat ein enger Vertrauter und Freund. Wessen Schilderung werden Sie eher Glauben schenken?

Biochemisch betrachtet besteht der Unterschied zwischem schnellem und langsamem enken aus einem Fett namens Myelin. Dieses legt sich um häufig genutzte Nervenverbindungen und wirkt auf diese Weise als Isolator. Hierdurch erhöht sich die Nervenimpulsgeschwindigkeit von zähen 3m/s (ohne Myelin) auf bis zu 110m/s.

Je häufiger Sie etwas einen Gedanken oder eine Erfahrung wiederholen, desto mehr Fett legt sich um die diesen Erlebnissen und Emotionen zugehörigen Nervenverbindungen. Dadurch wird ihre Impuls-Geschwindigkeit erhöht. Hierbei zählt dieselbe Regel wie im Straßenbau: Was gut ausgebaut ist, wird auch gut genutzt.

Zum hundertsten Mal: Das Prinzip Wiederholung

„Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werden. Man muss sie die Treppe herunterprügeln, und zwar Stufe für Stufe für Stufe.“ – Mark Twain

Das Grundprinzip des Lernens lautet: Wiederholung. Nervenbahnen, die oft benutzt werden, werden durch die Anlagerung von Myelin isoliert und beschleunigt. So entstehen Gewohnheiten. Für Ihr Gehirn ist diese Strategie sehr effizient. Wenn häufige Denkprozesse schneller verlaufen, bleibt mehr Zeit, Energie und Aufmerksamkeit für diejenigen Aufgaben, für die es noch keine passenden Gewohnheiten gibt.

Hier steckt die erste gute Nachricht für Sie. Denn: Womit sich Ihr Gehirn häufig beschäftigt – wofür es also Gewohnheiten erlernt – das bestimmen Sie schließlich mit. Oder?

Die zweite gute Nachricht: Sie können diese Lernprozesse ganz erheblich beschleunigen!

So! Und das Ganze jetzt nochmal mit Gefühl!

„Es gibt einen fatalen Weg, wie Menschen sich und ihr Hirn vor Veränderungen „schützen“: Sie lernen ihre Gefühle zu unterdrücken und versuchen einen Zustand zu erreichen, wo ihnen nichts mehr „unter die Haut geht“. Gerade diese Gefühle, also die Aktivierung der emotionalen Zentren im Gehirn und die damit einhergehende Ausschüttung von Botenstoffen mit wachstumsfördernden Wirkungen, sind aber die entscheidenden Auslöser für Umbauprozesse von einmal entstandenen Verschaltungsmustern der Nervenzellen im Gehirn.“

Gerald Hüther

Warum lernen Kinder so unglaublich schnell? Weil alles, was sie erleben, einen emotionalen Wert für sie besitzt. Warum erhalten sich manche Menschen diese Lernbegabung bis ins hohe Alter? Weil sie sich dieses kindliche Berührt-Sein erhalten haben.

Erinnerungen aus Kindheit und Jugend sind bei einsetzender Demenz erstaunlich stabil. Weil sie emotional erlebt wurden. Die Zeiten, in denen wir endlich die souveräne Routine mit dem Leben haben, die wir uns so lange gewünscht haben, sind voraussichtlich die Zeiten, die unter Alzheimer oder Demenz als erstes dem Nichts anheim fallen.

Die Lösung ist einfacher gesagt ls getan. Das Schlüsselwort lautet „emotional berührt“.

Begeisterung, Neugier, Freude, Hingabe. Diese Gefühle wirken wie Dünger auf Ihre grauen Zellen. Begeisterung regt die Neuroplastizität Ihres Gehirns an. Neuronale Verbindungen werden auf- und abgebaut. Unter Hingabe lernt Ihr Gehirn auf Hochtouren. Darum: Erlauben Sie es sich, emotional berührt zu sein. Schaffen Sie in Ihrem Leben bewusst Raum und Zeit für Tätigkeiten der Hingabe und Begeisterung. Und begeistern Sie sich für die Dinge, die Sie neu lernen oder in sich stärken wollen. Auf diese Weise nutzen Sie die unbewussten Strategien Ihres Gehirns als Schwungrad für Ihr Ziele und Ihren Weg dorthin.

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Gut zu wissen: Kontrollstrategien

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weisheiten

„Gut zu wissen“ ist die Reihe, die Ihnen Erkenntnisse der modernen Psychologie direkt und leicht verdaulich nahe bringt. Diese grundlegenden Sichtweisen sind nicht nur theoretisch interessant. Richtig verstanden und angewandt erwachsen aus diesen Sichtweisen Fähigkeiten, die in mancher Situation geradezu Gold wert sind.

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Gut zu wissen: Kontrollstrategien

 

Selbstsicher, misstrauisch, strebsam, schüchtern… Wir gehen auf unsere ganz eigene Weise auf die Ereignisse des Lebens zu. Wir nennen das: Persönlichkeit. Wir sagen: So bin ich. Doch dabei vergessen wir oft, dass Vieles von dem, was wir heute „mein Wesen“ nennen, sich zu einer bestimmten Zeit unseres Lebens herauskristallisiert hat. Ein Großteil dessen, was wir Persönlichkeit, Charakter oder Wesen nennen, ist gerade nicht genetisch in uns verankert, sondern erlernt. Und damit: veränderbar. Einer der wichtigsten Prozesse in diesem Zusammenhang ist der Erwerb kleinkindlicher Kontrollstrategien. Diese prägen unser Wahrnehmen und Verhalten nicht selten ein Leben lang.

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( Klicken Sie auf die Überschriften und erfahren Sie mehr! )

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Es war einmal...

Es war einmal eine Zeit, in der war für alles gesorgt. Wonach immer wir uns sehnten, es wurde uns gewährt. Das Leben war warm und weich, gab uns Geborgenheit, Liebe, Nahrung und Schutz. In dieser Fülle und aus ihr heraus wuchsen wir und dehnten uns aus. Nicht weniger als der wahrhaftige Himmel auf Erden wurde uns geschenkt. Dann… wurden wir geboren.

Aus dem Paradies vertrieben fanden wir uns im Staub der Erde wieder. Übertragen heißt dies: Wir sind zum ersten Mal konfrontiert mit unserer eigenen Bedürftigkeit. Ob Hunger, Schmerzen oder Angst – die Härte des Lebens packte uns mit kalter Hand. Und das war erst der Beginn.

Denn anders als wir es vor unserer Geburt erfahren hatten, erkannten wir nun, dass wir es in unseren Eltern zwar mit unglaublich machtvollen Wesen zu tun hatten, gleichzeitig aber mit unvollkommenen, bedürftigen und unberechenbaren Menschen. Wir waren konfrontiert mit ihrem Unvermögen, mit den Grenzen ihrer Kraft und zum ersten Mal mit einer Liebe, die sich an Bedingungen knüpft.

Vielleicht ist es ein Segen, dass unsere Erinnerung erst in etwa mit dem dritten Lebensjahr beginnt. Denn die Zeit davor enthält zwar eine Menge kindlicher Neugier, Freude und Lust, aber auch machtvolle Erfahrungen der Hilflosigkeit, der Einsamkeit und mit icheret großer Angst.

Denn Staub bist du...

Zu keiner Zeit des Lebens zeigt das menschliche Gehirn ein  solches Wachstum wie in den erste Lebensjahren. Da wir noch keine Erfahrungen hatten und nicht gebremst wurden durch unseren Verstand, war jede Erfahrung für uns hoch-emotional. Das ist wohl das wichtigste Geheimnis der kindlichen Lern-Explosion.

Zu keiner Zeit unseres Lebens ist unser Wohl und Wehe, unser Überleben, so sehr abhängig von der Liebe und dem Wohlwollen anderer Menschen. Die Liebe unserer Eltern ist der wichtigste Garant für unser Überleben, für unsere Sicherheit, unser Wachstum und Sein. Für die Liebe und Aufmerksamkeit unserer Eltern waren wir als Kind bereit, ALLES zu geben und ALLES zu tun. Unser Gehirn arbeitete mit Hochdruck für uns an diesem Ziel. Und in der Tat: haben schnell und gründlich gelernt.

Das Wohlergehen, die Liebe und Aufmerksamkeit unserer Eltern hatten für uns als Kinder die allerhöchste Priorität. Von diesem Bedürfnis kommen wir Zeit unseres Lebens nicht los. Sicher, wir können in die Rebellion gehen, unsere Eltern strafen oder für bedeutungslos erklären. Aber ist dies unter genauer Betrachtung nicht auch nur ein verzweifelter Ruf nach ihrer Liebe und Aufmerksamkeit?

Nimm dein Bett und geh...

Was mussten Sie für die Liebe und Aufmerksamkeit Ihrer Eltern tun?

Vielleicht gehören Sie zu den Kindern, die lernten, dass schwierige Gefühle (Zorn, Trauer, Scham oder Neid) störend sind. Dass Sie sich gefälligst nicht so anstellen sollen, nicht jammern und nicht weinen. Vielleicht haben Sie gelernt, dass es Liebe nur für Leistung gibt. Dass Sie sich anstrengen müssen, um das Wohlwollen Ihrer Eltern wert zu sein. Vielleicht hatten Sie überforderte Eltern, mussten zurück stecken lernen und erfahren, dass sich niemand um Ihre Bedürfnisse kümmert, wenn Sie das nicht selbst und immer wieder alleine tun. Vielleicht haben Ihre Eltern selbst die Liebe nie gelernt, und was auch immer Sie taten, Sie endeten vor einer Mauer aus Unzufriedenheit, Kälte und Kritik. Viele von uns tragen solche Wunden in sich.

Die Strategien, die wir in jener Zeit lernten, haben unser Überleben gerettet. Zumindest kam es uns so vor. Diese Erfahrungen waren für unseren rohen Geist so relevant, dass er Zeit unseres Lebens in kritischen Situationen automatisiert auf diese Strategien setzt. Und das, obwohl wir es inzwischen eigentlich besser wissen, obwohl uns mehr und mehr bewusst wird, welchen hohen Preis wir manchmal dafür zahlen müssen.

Uns dieser kindlichen Kontrollstrategien bewusst zu werden, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in das eigene Wachstum und in die eigene Größe hinein. Uns von ihnen zu lösen, ist oft ein emotional berührender Prozess. Manchmal konfrontiert er uns mit erinnertem Schmerz und kindlicher Angst. Doch dieser Schritt in die Angst hinein führt uns durch die Angst hindurch. Wir lösen unsere kindlich-unbewussten Muster auf und entwickeln neue Strategien im Umgang mit Ängsten und Sorgen, Mangel und Schmerz.

Dieser Entwicklungssprung erfordert von vielen einen mutigen und entschlossenen Schritt. Das Wachstum und die Freiheit, die sich aus diesem mutigen Schritt heraus ergeben, sind es mehr als wert!

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Gut zu wissen: Innere Anteile

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weisheiten

„Gut zu wissen“ ist die Reihe, die Ihnen Erkenntnisse der modernen Psychologie direkt und leicht verdaulich nahe bringt. Diese grundlegenden Sichtweisen sind nicht nur theoretisch interessant. Richtig verstanden und angewandt erwachsen aus diesen Sichtweisen Fähigkeiten, die in mancher Situation geradezu Gold wert sind.

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Gut zu wissen: Innere Anteile

 

Das Konzept der „Inneren Anteile“ hat in der psychologischen Beratung inzwischen weitgehende Verbreitung gefunden. Ob im NLP oder in der Arbeit mit dem „Inneren Team“ nach Schulz von Thun, in der Transaktionsanalyse oder in der Ego-State-Therapie – sehr erfolgreich nutzen Therapeuten die Metapher der „Inneren Anteile“, um Ängste zu überwinden und Veränderungsprozesse zu unterstützen.

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(Klicken Sie auf die Überschriften und erfahren Sie mehr.)

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Wer ist ICH?

„Ich“ ist ein interessantes Wort.

Wir glauben gern, wir wären ein in sich abgeschlossenes und mehr oder weniger klar beschreibbares Etwas. „Ich“ bedeutet, es gibt eine einzelne, entscheidende Instanz, wie in: „Ich will…“,“Ich brauche…“, „Ich glaube…“ oder „Ich bin…“ Halten Sie sich fest: Das, was wir da so selbstbewusst oder schüchtern „Ich“ nennen, ist in Wirklichkeit: Viele!

Wenn wir neugierig und offen in uns hineinhorchen und dort genau hinschauen, erkennen wir schnell, dass gerade in emotional bedeutsamen Entscheidungen (aber auch sonst!) nicht selten eine ganz illustre Gesellschaft unterschiedlichster Gestalten mitsprechen darf und vor allem will. Einige von diesen zeigen dabei einen ganz gehörigen Geltungsdrang.

Es gibt laute und leise Stimmen in uns. Rachüchtige und Friedfertige. Ängstlich und Ruhige. Manche der Stimmen in uns klingen eher alt, manche jung. Manche können gar nicht sprechen, sondern äußern sich „nur“ als eine amorphe Wolke von Gefühl.

Eine illustre Gesellschaft

Da gibt es verletzte Kinder, Eltern-Introjekte, Rebellen und Kriegerinnen, liebende oder strafende Götter, Jugend-Idole. Helden und Monstren. Es gibt aber auch Anteile, die eine  große Ruhe, Weitsicht und Weisheit in sich tragen. Wie das ihrer Art entspricht, sprechen sie in aller Regel mit einer eher leisen Stimme zu uns.

Welche der inneren Anteile in uns aktuell das Sagen haben, hat großen Einfluss auf unsere Persönlichkeit, unsere Reaktionsweisen und Überzeugungen. Selbst unsere Wahrnehmung und unser aktiver Erinnerungsschatz sind von den Veränderungen betroffen.

 

Freund oder Feind?

Manche dieser inneren Stimmen oder Anteile geben uns Kraft und/oder sie bestätigen eine tragende Überzeugung in unserem Weltbild. Andere kosten Kraft, erzeugen destabilisierende Gedanken oder sogar quasi-zwanghaftes Verhalten.

Richtig verstanden und genutzt können aber gerade die „schwierigen“ Anteile in uns oftmals zu ganz erstaunlichen Quellen innerer Kraft werden. Und nicht selten entpuppt sich ein vermeintlicher Freund als Intrigant und Saboteur.

Lernen Sie sich selbst gut kennen. Gehen Sie in Kontakt mit den inneren Anteilen in sich. Richtig angesprochen geben manche von ihnen einen bemerkenswert klugen Rat. Allerdings sollten Sie auch hier, „wie im echten Leben“ überlegt entscheiden, wem genau Sie welche Frage stellen.

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Stressmanagement 4: Mentale Tricks für den Akutfall

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Inhalt

Stressmanagement 1: Stress – Was ist das?

Stressmanagement 2: Stress – Die Folgen!

Stressmanagement 3: Biochemische Akutmaßnahmen

Stressmanagement 4: Mentale Tricks für den Akutfall

Stressmanagement 5: Stressresistenz dauerhaft steigern

Stressmanagement 6 – Die Kraft der Kohärenz

Stressmanagement 7: Die sieben Säulen der Resilienz

Stressmanagement 4:

Mentale Tricks für den Akutfall

Effektives Stressmanagement ist nicht allein eine Frage der Biochemie. Gekoppelt an die körperliche Stressreaktion ist ebenfalls eine geistige. Gedanken in Form von Worten, Bildern oder inneren Dialogen ziehen massiv Aufmerksamkeit auf sich. Eine solche Welle emotional aufgeladener Reize bringt natürlich die Hormonküche in unserem limbischen System auf Trab. Was dabei herauskommt, ist ein zumeist bitterscharfer Cocktail aus Bedürftigkeit oder Scham, Einsamkeit, Sorge oder Angst, Hilflosigkeit, Lähmung oder Erschöpfung – und nicht selten einem gehörigen Maß an Zorn, Trotz oder Resignation. An dieser Stelle setzen die mentalen Stressmanagement-Tricks an.

Holen Sie sich in's Hier und Jetzt zurück!

Stress macht unseren Geist eng. Alle Aufmerksamkeit verengt sich auf ein einzelnes Thema, eine einzelne Aufgabe, ein einzelnes Problem. Wir gehen wie mit Scheuklappen durch die Welt. Dieser enge Fokus ist jedoch nicht nur Folge unseres Stressempfindens, sondern wirkt gleichzeitig als Verstärker. Wenn wir nur noch Probleme sehen, dass wird erstaunlich schnell unsere ganze Welt zu einem einzigen Problem. Darum:

Holen Sie sich in’s Hier und Jetzt zurück!

Erinnern Sie sich: Ihr Gehirn ist ein Organ zur Verarbeitung von Sinnesreizen. Dass es Sie gerade so sehr mit inneren Reizen belästigt, zeigt neben vielem Anderen, dass im Außen gerade offensichtlich keine bedeutsamen Reizezu verarbeiten sind. Denn: Wären Sie gerade auf der Flucht vor einem, wie mein Sohn sagt, Löwenzahntiger, hätten Sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zumindest akut Ruhe vor Ihrer lähmenden Grübelei. Darum:

Konzentrieren Sie sich bei Aufkommen erster Stress-Anzeichen ganz bewusst auf konkrete Sinnesreize. Sehen Sie bewusst. Hören Sie bewusst. Spüren Sie ganz bewusst Ihre Haut- und Körperwahrnehmungen. Aufmerksamkeit lässt sich nicht teilen. Nutzen Sie dies und geben Sie Ihrem Gehirn ganz bewusst mit dem Hier und Jetzt zu tun!

Fokussieren Sie sich!

Die physiologische Stressreaktion verbraucht immense Mengen körperlicher Energie und geistiger Kapazität. Gestehen Sie sich das ein! Die Stressreaktion in Ihrem Körper war ursprünglich als reines Notfallprogramm gedacht. Nicht zuletzt deswegen haben viele unter Stress geborene Handlungsimpulse in der Rückschau den Charakter eines Wird-Wohl-Schon-Passen-Dafür-Aber-Mit-Schwung – Wenn Sie verstehen, was ich meine. Darum:

Fokussieren Sie sich!

Gestehen Sie sich ein, dass Ihre Kapazitäten aktuell begrenzt sind. Darum: Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf eine Sache, einen Menschen, eine Aufgabe! Vermeiden Sie dabei – so weit es geht – Entscheidungen, die auf riskantem Terrain große Weitsicht erfordern. Konzentrieren Sie sich auf die eine, wichtigste, Aufgabe, die es jetzt für Sie zu erledigen gibt! Delegieren oder verschieben Sie weniger dringende oder weniger wichtige Aktivitäten.

Gibt es keine wichtigste Aufgabe, dann entscheiden Sie sich für diejenige, die Ihnen unter vertretbarem Aufwand kurzfristig den größtmöglichen emotionalen Nutzen einbringt. Jedes große oder kleine Erlebnis des Erfolgs setzt in Ihrem Körper Serotonin und andere Glückshormone frei. Diese arbeiten in Ihrem Blutkreislauf als Antagonisten der Stress-Hormone und tragen so zu deren Neutralisierung und Abbau bei.

Schauen Sie genau hin!

Wir fühlen und in Stress-Situationen oft ausgeliefert oder unfrei, entwertet oder ungeliebt. Wir sehnen uns nach einer Pause, nach dem Gefühl von innerer Ruhe, Zuversicht und Geborgenheit. Leider sind diese Dinge im Außen nicht immer zu finden. Schlimmer noch: Gerade in schwierigen Situationen erscheinen diese Gefühle oft unendlich weit entfernt.

Schauen Sie genau hin!

Die Gehirnbahnen, die diese Gefühle produzieren, sind nicht neu. Im Gegenteil. Sie rühren bis in die frühe Kindheit, zum Teil bis in vorsprachliche Erfahrungen zurück. Das heißt gleichzeitig, dass auch die mit diesen Nervenbahnen verknüpften Assoziationsbereiche mit ihnen gemeinsam aktiv sind. Darum das gedankliche Karussell. Darum das zum Teil rational betrachtet scheinbar unangemessene innere Drama.

Schauen Sie genau hin!

Nicht Ihnen (mit all Ihren Kenntnissen, Erfahrungen und Fähigkeiten), sondern Ihrem Inneren Kind ist gerade so zumut. Dem kleinen Jungen oder Mädchen, das Sie in Ihrem Inneren nie aufgehört haben zu sein. Was ein Kind braucht, das so aufgewühlt reagiert, ist, einfach gesagt: Mamas oder Papas Schoß. Ist: Gehalten werden. Ist: Eine ruhige und liebevolle Stimme, die flüstert: „Keine Angst! Wird alles wieder gut!“ Darum:

Schauen Sie genau hin!

Und dann: Finden Sie einen Augenblick der Ruhe, um sich um das aufgewühlte Kind in Ihrem Inneren zu kümmern. Erzeugen Sie ein klares Inneres Bild von diesem aktuell bedürftigen Persönlichkeitsanteil! Schauen Sie ihm in die Augen! Sprechen Sie zu ihm oder zu ihr! Sie müssen dies nicht laut aussprechen. Bilder und Worte in Gedanken wirken ebenso.

Wichtig und sehr hilfreich ist, dass Sie Ihre Visualisierung realistisch gestalten, und dass Sie mt diesem wirklich in Kontakt gehen. Lassen Sie Ihre (innere) Stimme ruhig klingen, weich und tief. Richten Sie einfache, beruhigende Worte an Ihr inneres Kind. Und, bitte: Verzichten Sie dabei auf die rostigen Durchhalteparolen, von denen Sie bereits als Kind überfordert waren. Sagen Sie nicht: „Das schaffst du schon!“ Sagen Sie dem Inneren Kind in Ihnen stattdessen: „Wir schaffen das zusammen!“, „Ich bin bei dir!“ oder „Halt dich fest! Ich krieg das hin!“

Ungewohnt, aber vielfach erprobt: Je emotionaler Sie diese innere Begegnung gestalten, desto stärker fällt die von ihr entfaltete Wirkung aus.

Probieren Sie es aus!

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Inhalt

Stressmanagement 1: Stress – Was ist das?

Stressmanagement 2: Stress – Die Folgen!

Stressmanagement 3: Biochemische Akutmaßnahmen

Stressmanagement 4: Mentale Tricks für den Akutfall

Stressmanagement 5: Stressresistenz dauerhaft steigern

Stressmanagement 6 – Die Kraft der Kohärenz

Stressmanagement 7: Die sieben Säulen der Resilienz

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Wollen Sie Ihre eigen Stressresistenz professionell ausbauen?

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