Ein freier Mensch – Albert Schweitzer

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wahrheit

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Lernen geschieht nicht allein durch den Verstand. Wachstum und Entwicklung werden möglich, wenn wir nicht nur verstanden haben, sondern wenn wir uns durch unsere Erfahrung im Innersten berühren lassen. „Impulse“ stellt Ihnen Texte vor, die uns durch ihre tiefe Weisheit und Menschlichkeit berühren, die Kräfte wecken und inneres Wachstum fördern.

Damit diese Berührung möglich ist, empfehle ich Ihnen dringend: Lesen Sie diese Texte laut! Es mag Ihnen unbedeutend erscheinen, und gerade darum empfehle ich Ihnen umso mehr: Lesen Sie diese Texte laut! Probieren Sie es aus! Nehmen Sie den Unterschied wahr und lassen Sie sich berühren!

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Ein freier Mensch…

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein.

Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen – wenn ich es kann.

Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten.

Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt.

Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben.

Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.

Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens.

Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben.

Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk.

Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch.

Albert Schweitzer

 

 

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So klein – Steph Turner

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wahrheit

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Lernen geschieht nicht allein durch den Verstand. Wachstum und Entwicklung werden möglich, wenn wir nicht nur verstanden haben, sondern wenn wir uns durch unsere Erfahrung im Innersten berühren lassen. „Impulse“ stellt Ihnen Texte vor, die uns durch ihre tiefe Weisheit und Menschlichkeit berühren, die Kräfte wecken und inneres Wachstum fördern.

Damit diese Berührung möglich ist, empfehle ich Ihnen dringend: Lesen Sie diese Texte laut! Es mag Ihnen unbedeutend erscheinen, und gerade darum empfehle ich Ihnen umso mehr: Lesen Sie diese Texte laut! Probieren Sie es aus! Nehmen Sie den Unterschied wahr und lassen Sie sich berühren!

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So klein…

Ich werde nicht immer weinen, Mama,
wenn Du aus dem Zimmer gehst,
und meine Wutanfälle im Supermarkt
werden schon sehr bald vorbei sein.
Ich werde nicht immer aufwachen, Papa,
um in der Nacht zu kuscheln,
und eines Tages wirst Du es vermissen,
ein „Schokoladengesicht“ abzuwaschen.
Du wirst nicht immer aufwachen, um festzustellen,
dass mein Fuß Dich aus dem Bett schiebt,
oder um zu merken, dass ich quer auf Deinem Kissen liege,
wo Du Deinen Kopf ablegen möchtest.
Du wirst mich nicht immer ins Haus tragen müssen,
weil ich schon im Auto eingeschlafen bin,
oder mich auf der Straße Huckepack nehmen,
weil meine kleinen Beine noch nicht so weit laufen können.
Deshalb genieße jedes Kuscheln,
behalte sie alle in Erinnerung.
Denn eines Tages, Mama,
werde ich nicht mehr so klein sein.

Steph Turner

 

 

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Die Seele zittert vor der Leere – Hjalmar Söderberg

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Lernen geschieht nicht allein durch den Verstand. Wachstum und Entwicklung werden möglich, wenn wir nicht nur verstanden haben, sondern wenn wir uns durch unsere Erfahrung im Innersten berühren lassen. „Impulse“ stellt Ihnen Texte vor, die uns durch ihre tiefe Weisheit und Menschlichkeit berühren, die Kräfte wecken und inneres Wachstum fördern.

Damit diese Berührung möglich ist, empfehle ich Ihnen dringend: Lesen Sie diese Texte laut! Es mag Ihnen unbedeutend erscheinen, und gerade darum empfehle ich Ihnen umso mehr: Lesen Sie diese Texte laut! Probieren Sie es aus! Nehmen Sie den Unterschied wahr und lassen Sie sich berühren!

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Die Seele zittert vor der Leere

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Wir wollen alle geliebt werden.

Wir wollen alle geliebt werden.

Werden wir nicht geliebt, wollen wir bewundert werden.

Werden wir nicht bewundert, wollen wir gefürchtet werden.

Werden wir nicht gefürchtet, wollen wir gehasst und missachtet werden.

Wir wollen ein Gefühl in unseren Mitmenschen auslösen.

Wir wollen ein Gefühl in unseren Mitmenschen auslösen,

ganz gleich, um welches es sich dabei auch handeln mag.

Die Seele zittert vor der Leere

und sucht Kontakt um jeden Preis.

 

Hjalmar Söderberg (1869 – 1941)

 

 

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Unsere größte Angst – Marianne Williamson

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Unsere größte Angst…

 

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Unsere größte Angst ...

Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein. Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein. Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten. Wir fragen uns: Wer bin ich denn, dass ich so brillant sein soll? Aber wer bist du, es nicht zu sein?

Du bist ...

Du bist ein Kind Gottes. Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst. Sich klein zu machen, nur damit sich andere um dich herum nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes. Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem Einzelnen.

Und wenn wir ...

Und wenn wir unser Licht scheinen lassen, geben wir damit unbewusst anderen die Erlaubnis, es auch zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen.

Marianne Williamson * 1952

(zitiert von Nelson Mandela in seiner Antrittsrede zum Präsidenten von Südafrika im Jahre 1994)

 

 

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Brief an meinen Sohn – Astrid Lindgren

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Lernen geschieht nicht allein durch den Verstand. Wachstum und Entwicklung werden möglich, wenn wir nicht nur verstanden haben, sondern wenn wir uns durch unsere Erfahrung im Innersten berühren lassen. „Impulse“ stellt Ihnen Texte vor, die uns durch ihre tiefe Weisheit und Menschlichkeit berühren, die Kräfte wecken und inneres Wachstum fördern.

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Brief an meinen Sohn

 

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Mein Sohn liegt in meinem Arm.

Mein Sohn liegt in meinem Arm. Er ist eine so zarte kleine Last, man spürt sie fast gar nicht. Und doch wiegt sie schwerer als Erde und Himmel und Sterne und das ganze Sonnensystem. Wenn ich heute sterben müsste, so könnte ich die Erinnerung an diese holde kleine Last mit mir ins Paradies nehmen. Ich habe nicht vergebens gelebt.

Mein Sohn liegt in meinem Arm. Er hat so kleine, kleine Hände. Die eine hat sich um meinen Zeigefinger geschlossen, und ich wage nicht, mich zu rühren. Er könnte dann vielleicht loslassen, und das wäre unerträglich. So ein Himmelswunder diese kleine Hand mit fünf kleinen Fingern und fünf kleinen Nägeln.

Ich wusste ja, dass Kinder kleine Hände haben, aber ich habe wohl nicht recht begriffen, dass mein Kind auch solche haben würde. Denn ich liege hier und blicke auf das kleine Rosenblatt, das die Hand meines Sohnes ist, und kann nicht aufhören zu staunen. Er liegt mit geschlossenen Augen da und bohrt seine Nase in meine Brust, er hat schwarzes, flaumiges Haar, und ich kann ihn atmen hören. Er ist ein Wunderwerk. Sein Vater war hier und fand auch, dass er ein Wunderwerk sei. Er muss also ein Wunderwerk sein, da wir beide es finden. Meine Liebe zu ihm tut fast weh.

Vorhin hat mein Sohn ein bisschen geweint.

Vorhin hat mein Sohn ein bisschen geweint. Wie ein kläglich blökendes Zicklein gebärdet er sich, wenn er weint, und ich ertrage es fast nicht. Wie schutzlos du bist, kleines Zicklein. Mein kleines Vögelchen, wie soll ich dich schützen?

Meine Arme schließen sich fester um dich. Sie haben auf dich gewartet, meine Arme, sie waren von Anfang an für dich bestimmt, ein Nest für dich zu sein, du mein Vögelchen. Du bist mein, du gehörst mir jetzt. In diesem Augenblick bist du ganz mein. Aber bald wirst du anfangen zu wachsen. Jeder Tag, der vergeht, wird dich ein kleines Stück weiter von mir wegführen. Nie mehr wirst du mir so nahe sein wie jetzt.

Vielleicht werde ich eines Tages mit Schmerz an diese Stunde denken: “Wie die klagende Saite einer Geige, wie ein Kiebitzruf auf der Heide geht die Sehnsucht der Menschen nach Menschen durch die von Menschen bewohnte Welt. Am demütigsten und tiefsten aber sehnen sich die Eltern nach den Kindern, die von den Gesetzen des Lebens in andere Zusammenhänge gerufen wurden”.

Das steht in einem Buch, das ich habe. In diesem Augenblick hast du mich, aber gewiss werden die Gesetze des Lebens auch dich in andere Zusammenhänge rufen. Und dann werde ich vielleicht so ein rufender Kiebitz auf der Heide sein und vergeblich nach meinem Vögelchen rufen. Das Vogeljunge wird wachsen und groß werden. Ich weiß, dass es so sein muss.

Aber jetzt, in diesem Augenblick, habe ich dich. Du bist mein, mein – mit deinem flaumigen Kopf und deinen zarten, kleinen Fingern und deinem kläglichen Weinen und deinem Munde, der nach mir sucht. Du brauchst mich, denn du bist nur ein armes, kleines Kind, das auf die Erde gekommen ist und gar nicht ohne Mutter sein kann. Du weißt nicht einmal, was das für ein Ort ist, an den du gekommen bist, und vielleicht klingt dein Weinen deshalb so verirrt. Hast du Angst, das Leben zu beginnen? Du weißt nicht, was dich erwartet? Soll ich es dir erzählen?

Soll ich es dir erzählen?

Hier gibt es so viel Merkwürdiges. Warte nur, dann wirst du es sehen. Es gibt blühende Apfelbäume und kleine, stille Seen und große, weite Meere und Sterne in der Nacht und blaue Frühlingsabende und Wälder – ist es nicht schön, dass es Wälder gibt?

Manchmal liegt Raureif auf den Bäumen, manchmal scheint der Mond, und im Sommer liegt Tau im Grase, wenn man erwacht. Dann kannst du auf deinen kleinen, nackten Füßen dort gehen. Du kannst auf schmalen, einsamen Skispuren in den Wald hinein gleiten – wenn es Winter ist natürlich. Die Sonne wirst du lieben, sie wärmt und leuchtet, und das Wasser im Meer ist kühl und lieblich, wenn du badest. Es gibt Märchen in der Welt und Lieder. Es gibt Bücher und Menschen, und einige von ihnen werden deine Freunde. Es gibt Blumen, sie sind gar nicht nützlich, sondern nur schön. Ist das nicht wunderbar und herrlich?

Und auf der ganzen Erde gibt es Wälder und Seen und Berge und Flüsse und Städte, die du nie gesehen hast, aber vielleicht eines Tages sehen wirst. Deshalb sage ich dir, mein Sohn, dass die Erde ein guter Ort ist, um dort zu leben, und dass das Leben ein Geschenk ist. Glaub nie denen, die etwas anderes zu sagen versuchen. Gewiss, das Leben kann auch schwer sein, das will ich dir nicht verhehlen. Du wirst Kummer haben, du wirst weinen. Es kommen vielleicht Stunden, da du den Wunsch hast, nicht mehr zu leben. Oh du kannst nie verstehen, was für ein Gefühl es für mich ist, dies zu wissen. Ich könnte mein Herzblut  für dich geben, aber ich kann nicht eine einzige von den Sorgen wegnehmen, die dich erwarten.

Und doch sage ich dir, mein liebes Kind: Die Erde ist die Heimat der Menschen, und sie ist eine wunderbare Heimat. Möge das Leben nie so hart gegen dich sein, dass du es nicht verstehst.

Gott schütze dich, mein Sohn!

****************************Astrid Lindgren (1907 – 2002)

 

 

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