Stressmanagement 7: Die sieben Säulen der Resilienz

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Inhalt

Stressmanagement 1: Stress – Was ist das?

Stressmanagement 2: Stress – Die Folgen!

Stressmanagement 3: Biochemische Akutmaßnahmen

Stressmanagement 4: Mentale Tricks für den Akutfall

Stressmanagement 5: Stressresistenz dauerhaft steigern

Stressmanagement 6 – Die Kraft der Kohärenz

Stressmanagement 7: Die sieben Säulen der Resilienz

 

Stressmanagement 7:

Die sieben Säulen der Resilienz

Resilienz als Fachbegriff ist in unsern Breiten noch relativ neu. Im englischsprachigen Raum jedoch findet das Wort inzwischen Einzug in die normale Alltagssprache. Untersucht wurden diese Prinzipien von der amerikanischen Entwicklungspsychologin Emmy Werner, die fast 700 Kinder auf Hawaii über viele Jahre begleitete. Emmy Werner fand heraus, dass es 7 stärkende Prinzipien gibt, die es Menschen ermöglichen, selbst aus schwierigsten Lebensphasen gestärkt und mit größeren Ressourcen hervorzugehen, während viele Menschen in diesen Zeiten untergehen.

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Resilienz-Faktor 1: Akzeptanz!

Ob Ihnen diese Botschaft gefällt oder nicht: Die Welt ist, wie sie ist. Das heißt nicht, dass sie so bleiben muss. Aber um sie wirklich zu verändern, ist es essenziell notwendig, dass Sie jetzt, in diesem Augenblick, so annehmen, wie sie gerade ist.

Unmengen an menschlicher Schaffenskraft und Energie werden verschwendet, weil viele Menschen in beständigem Widerstand gegen die Dinge sind, die ihnen nicht gefallen. Halten Sie sich vor Augen: Schlechtes Laune macht aus einem Regentag keinen Sonnentag, sondern einen schlecht gelaunten Regentag. Dasselbe gilt für Charakterzüge und Verhaltensweisen unserer Mitmenschen, die Entwicklung von Märkten, unglückliche Umstände und viele weitere Phänomene. Verschwenden Sie Ihre Energie nicht in Ärger. Sie können sie auf andere Weise weit sinnvoller zum Einsatz bringen.

Darüber hinaus erzeugt der Problem-Fokus des inneren Widerstands geistige Filter, die einen Tunnelblick erzeugen. Auf diese Weise verdeckt Ihr Unmut sehr wahrscheinlich ganz erhebliche Chancen, die Sie nutzen könnten, wenn Sie akzeptierten, dass die Welt (jetzt gerade) so ist, wie sie ist.

Akzeptieren Sie die Welt, wie sie ist. Erkennen Sie die Chancen, die sich Ihnen bieten. Und dann: Nutzen Sie sie!

Resilienz-Faktor 2: Optimismus!

Eine Fausregel besagt: 98% der Dinge, vor denen Sie sich fürchten, treten niemals ein.

Pessimismus hat einen gewaltigen Vorteil: Wenn etwas schief läuft, können wir sagen: Das habe ich schon vorher gewusst. Das erzeugt ein Gefühl der Selbstbestätigung und eine nicht zu unterschätzende Kontroll-Illusion.

Der entscheidende Nachteil von Pessimismus ist, dass dass er unsere Laune und Stimmung senkt, unser Denken einengt und uns verlockt, vor Herausforderungen zu kapitulieren. Darüber hinaus erzeugt Pessimismus eine subtile Reizbarkeit und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit zwischenmenschlicher Konflikte. Das verschwendet Energie und Lebenskraft. Diese aber steht Ihnen nicht unbegrenzt zur Verfügung.

Optimismus dagegen hebt die Stimmung, regt zu kreativem Denken an und verleiht Kraft und Selbstvertrauen. Diese Ressourcen sind für erfolgreiche Problemlösungen oftmals unerlässlich.

Resilienz-Faktor 3: Lösungsorientierung!

Halten Sie sich vor Augen: Ihre Aufmerksamkeit ist unteilbar. Wir können uns nicht auf zwei Dinge gleichzeitig konzentrieren. Unser Bewusstsein kann nur eine Frage aktiv behandeln. In Anbetracht Ihrer begrenzten Zeit, welche Frage halten Sie für sinnvoll: „Wie ist das passiert?“, „Wer hat daran Schuld?“, „Was wird das nur kosten?“ oder „Wie kriegen wir die Karre wieder aus dem Dreck?“

Mehr noch: Je mehr geistige und emotionale Energie (s.o.) wir in die Beschäftigung mit einem Problem stecken, umso größer erscheint es uns. Ab einer gewissen Problemgröße steht Ihrem System als biochemische Notfall-Maßnahme nur noch die „Lähmung“ zur Verfügung.

Je mehr wir uns mit Lösungen für dasselbe Problem beschäftigen, umso besser werden unsere Lösungen für dieses Problem.

Resilienz-Faktor 4: Die Opferrolle verlassen!

Wo in Ihrem Leben sind Sie ein Opfer der Umstände? Sind Ihnen die Hände gebunden, weil der Markt…? Würden Sie ja gerne, aber Sie können nicht, weil…? Hat Ihr Beziehungspartner oder einer Ihrer Mitarbeiter, Kollegen, Vorgesetzten […] etwas verbockt, das Sie nun ausbaden müssen? Erleiden Sie unerträglich langweilige Besprechungen, weil das nun mal von Ihnen erwartet wird? All das: Typische Anzeichen für sogenanntes „Opfer-Denken“.

Diese Art der Interpretation Ihrer Umstände hat ebenfalls große Nachteile: Wer sich als „Oper“ sieht, glaubt, er hätte keine Wahl. Das ist in aller Regel nicht wahr. Doch das Denken in der Opferkategorie nimmt Ihnen jede Möglichkeit, die Chancen und Bedingungen einer Veränderung der Umstände überhaupt in Erwägung zu ziehen. Opfer-Denken führt zu Resignation und erhöht darüber hinaus die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auch in anderen Umständen eher wahrscheinlich aufgeben.

Opfer-Denken hat auch einen großen Vorteil: So lange andere Menschen, die Umstände oder der liebe Gott verantwortlich sind, gibt es auch nicht wirklich etwas zu tun. Opfer-Denken ist bequem. Aber es zersetzt Ihren Charakter. Lassen Sie es sein.

Resilienz-Faktor 5: Verantwortung übernehmen!

Übernehmen Sie entschlossen das Ruder in Ihrem Leben! Es gibt Dinge, die liegen in Ihrem Verantwortungsbereich. Tun Sie diese Dinge oder sorgen Sie dafür, dass sie geschehen. Es gibt andere Dinge, die Sie nicht verursacht haben, aber auf die Sie nun auf verschiedene Arten reagieren können. Jeder Ihrer Schritte hat Auswirkungen. Geben Sie sich selbst die Erlaubnis, Ihre Zukunft und die Zukunft Ihres Umfeldes aktiv zu beeinflussen.

Jedes Verhalten hat auch unerwartete Folgen. Manchmal sind diese Folgen negativ. Fragen sie sich in solchen Fällen objektiv: Waren diese Konsequenzen meines Handelns wirklich nicht zu sehen? Oder wollten Sie sie nicht erkennen?

Wie auch immer die Antwort ausfallen mag: Jede Konsequenz Ihres Handelns erzeugt eine neue Situation, die abermals Ihrer vollen Präsenz, Ihrer Klarheit und Entschiedenheit bedarf: Erkennen Sie, was Sie übersehen haben. Wundern Sie sich einen Augenblick lang. Dann nehmen Sie das Ruder wieder in die Hand. Wenn Sie Ihr Schiff nicht auf Kurs halten, werden andere oder die Windes des Lebens es tun. Doch wohin sie das führen wird, das liegt dann nicht mehr in Ihrer Hand.

Resilienz-Faktor 6: Denken in sozialen Netzen!

Talent ist wertvoll und Talent ist notwendig, aber Talent reicht nicht aus. Willenskraft ist wunderbar, aber sie ist nicht genug. Kein Mensch hatte jemals alleine über längere Zeit Erfolg. Die Rolle fördernder Mitmenschen für den Erfolg sogenannter „Überflieger“ ist der zentrale Inhalt von Malcolm Gladwells aktuellem Buch mit eben diesem Titel.

„Social Networks“ sind in aller Munde. Allerdings gibt es ein weit verbreitetes Missverständnis. Viele Menschen glauben, soziale Netze zu nutzen, würde bedeuten, Menschen für die eigenen Zwecke einzuspannen und auszunutzen. Leider fällt das oftmals schnell auf. Drehen Sie den Spieß um! Seien Sie von sich aus anderen zu Diensten, wenn diese dringend Hilfe benötigen.

Menschen, denen Sie geholfen haben, werden sich an Sie erinnern, wenn sich die Möglichkeit ergibt, Ihnen den Gefallen zurück zu zahlen. Psychologen nennen diesen Mechanismus das „Gesetz der Reziprokität“ Und Sie dürfen es nutzen!

Resilienz-Faktor 7: Zukunftsplanung!

Der letzte Schritt:

Nachdem sie nun die Realität als das angenommen haben, was sie ist…

Nachdem Sie gelernt haben, dass, wenn Sie genau hinschauen, aus jeder Situation noch etwas Positives herauszuholen ist…

Nachdem Sie begonnen haben, lösungsorientiert und selbstverantwortlich zu denken und zu erkennen, wie wertvoll und wichtig die anderen Menschen für ihr eigenes berufliches und privates Fortkommen sind.

Nachdem Sie das nun alles getan haben, beginnen Sie nun, die Zukunft zu planen.

Setzen Sie sich Ziele. Setzen Sie sich realistische, konkrete und leidenschaftliche Ziele und lassen Sie sich selbst keine Ausrede durchgehen, die Sie von dem einmal gesteckten Kurs wieder abbringen könnte.

 

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