Stressmanagement 4: Mentale Tricks für den Akutfall

Leser-Wertung

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2Bewertungen, durchschnittliche Bewertung: 5,00 von 5)
Loading...

 

stress

Inhalt

Stressmanagement 1: Stress – Was ist das?

Stressmanagement 2: Stress – Die Folgen!

Stressmanagement 3: Biochemische Akutmaßnahmen

Stressmanagement 4: Mentale Tricks für den Akutfall

Stressmanagement 5: Stressresistenz dauerhaft steigern

Stressmanagement 6 – Die Kraft der Kohärenz

Stressmanagement 7: Die sieben Säulen der Resilienz

Stressmanagement 4:

Mentale Tricks für den Akutfall

Effektives Stressmanagement ist nicht allein eine Frage der Biochemie. Gekoppelt an die körperliche Stressreaktion ist ebenfalls eine geistige. Gedanken in Form von Worten, Bildern oder inneren Dialogen ziehen massiv Aufmerksamkeit auf sich. Eine solche Welle emotional aufgeladener Reize bringt natürlich die Hormonküche in unserem limbischen System auf Trab. Was dabei herauskommt, ist ein zumeist bitterscharfer Cocktail aus Bedürftigkeit oder Scham, Einsamkeit, Sorge oder Angst, Hilflosigkeit, Lähmung oder Erschöpfung – und nicht selten einem gehörigen Maß an Zorn, Trotz oder Resignation. An dieser Stelle setzen die mentalen Stressmanagement-Tricks an.

Holen Sie sich in's Hier und Jetzt zurück!

Stress macht unseren Geist eng. Alle Aufmerksamkeit verengt sich auf ein einzelnes Thema, eine einzelne Aufgabe, ein einzelnes Problem. Wir gehen wie mit Scheuklappen durch die Welt. Dieser enge Fokus ist jedoch nicht nur Folge unseres Stressempfindens, sondern wirkt gleichzeitig als Verstärker. Wenn wir nur noch Probleme sehen, dass wird erstaunlich schnell unsere ganze Welt zu einem einzigen Problem. Darum:

Holen Sie sich in’s Hier und Jetzt zurück!

Erinnern Sie sich: Ihr Gehirn ist ein Organ zur Verarbeitung von Sinnesreizen. Dass es Sie gerade so sehr mit inneren Reizen belästigt, zeigt neben vielem Anderen, dass im Außen gerade offensichtlich keine bedeutsamen Reizezu verarbeiten sind. Denn: Wären Sie gerade auf der Flucht vor einem, wie mein Sohn sagt, Löwenzahntiger, hätten Sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zumindest akut Ruhe vor Ihrer lähmenden Grübelei. Darum:

Konzentrieren Sie sich bei Aufkommen erster Stress-Anzeichen ganz bewusst auf konkrete Sinnesreize. Sehen Sie bewusst. Hören Sie bewusst. Spüren Sie ganz bewusst Ihre Haut- und Körperwahrnehmungen. Aufmerksamkeit lässt sich nicht teilen. Nutzen Sie dies und geben Sie Ihrem Gehirn ganz bewusst mit dem Hier und Jetzt zu tun!

Fokussieren Sie sich!

Die physiologische Stressreaktion verbraucht immense Mengen körperlicher Energie und geistiger Kapazität. Gestehen Sie sich das ein! Die Stressreaktion in Ihrem Körper war ursprünglich als reines Notfallprogramm gedacht. Nicht zuletzt deswegen haben viele unter Stress geborene Handlungsimpulse in der Rückschau den Charakter eines Wird-Wohl-Schon-Passen-Dafür-Aber-Mit-Schwung – Wenn Sie verstehen, was ich meine. Darum:

Fokussieren Sie sich!

Gestehen Sie sich ein, dass Ihre Kapazitäten aktuell begrenzt sind. Darum: Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf eine Sache, einen Menschen, eine Aufgabe! Vermeiden Sie dabei – so weit es geht – Entscheidungen, die auf riskantem Terrain große Weitsicht erfordern. Konzentrieren Sie sich auf die eine, wichtigste, Aufgabe, die es jetzt für Sie zu erledigen gibt! Delegieren oder verschieben Sie weniger dringende oder weniger wichtige Aktivitäten.

Gibt es keine wichtigste Aufgabe, dann entscheiden Sie sich für diejenige, die Ihnen unter vertretbarem Aufwand kurzfristig den größtmöglichen emotionalen Nutzen einbringt. Jedes große oder kleine Erlebnis des Erfolgs setzt in Ihrem Körper Serotonin und andere Glückshormone frei. Diese arbeiten in Ihrem Blutkreislauf als Antagonisten der Stress-Hormone und tragen so zu deren Neutralisierung und Abbau bei.

Schauen Sie genau hin!

Wir fühlen und in Stress-Situationen oft ausgeliefert oder unfrei, entwertet oder ungeliebt. Wir sehnen uns nach einer Pause, nach dem Gefühl von innerer Ruhe, Zuversicht und Geborgenheit. Leider sind diese Dinge im Außen nicht immer zu finden. Schlimmer noch: Gerade in schwierigen Situationen erscheinen diese Gefühle oft unendlich weit entfernt.

Schauen Sie genau hin!

Die Gehirnbahnen, die diese Gefühle produzieren, sind nicht neu. Im Gegenteil. Sie rühren bis in die frühe Kindheit, zum Teil bis in vorsprachliche Erfahrungen zurück. Das heißt gleichzeitig, dass auch die mit diesen Nervenbahnen verknüpften Assoziationsbereiche mit ihnen gemeinsam aktiv sind. Darum das gedankliche Karussell. Darum das zum Teil rational betrachtet scheinbar unangemessene innere Drama.

Schauen Sie genau hin!

Nicht Ihnen (mit all Ihren Kenntnissen, Erfahrungen und Fähigkeiten), sondern Ihrem Inneren Kind ist gerade so zumut. Dem kleinen Jungen oder Mädchen, das Sie in Ihrem Inneren nie aufgehört haben zu sein. Was ein Kind braucht, das so aufgewühlt reagiert, ist, einfach gesagt: Mamas oder Papas Schoß. Ist: Gehalten werden. Ist: Eine ruhige und liebevolle Stimme, die flüstert: „Keine Angst! Wird alles wieder gut!“ Darum:

Schauen Sie genau hin!

Und dann: Finden Sie einen Augenblick der Ruhe, um sich um das aufgewühlte Kind in Ihrem Inneren zu kümmern. Erzeugen Sie ein klares Inneres Bild von diesem aktuell bedürftigen Persönlichkeitsanteil! Schauen Sie ihm in die Augen! Sprechen Sie zu ihm oder zu ihr! Sie müssen dies nicht laut aussprechen. Bilder und Worte in Gedanken wirken ebenso.

Wichtig und sehr hilfreich ist, dass Sie Ihre Visualisierung realistisch gestalten, und dass Sie mt diesem wirklich in Kontakt gehen. Lassen Sie Ihre (innere) Stimme ruhig klingen, weich und tief. Richten Sie einfache, beruhigende Worte an Ihr inneres Kind. Und, bitte: Verzichten Sie dabei auf die rostigen Durchhalteparolen, von denen Sie bereits als Kind überfordert waren. Sagen Sie nicht: „Das schaffst du schon!“ Sagen Sie dem Inneren Kind in Ihnen stattdessen: „Wir schaffen das zusammen!“, „Ich bin bei dir!“ oder „Halt dich fest! Ich krieg das hin!“

Ungewohnt, aber vielfach erprobt: Je emotionaler Sie diese innere Begegnung gestalten, desto stärker fällt die von ihr entfaltete Wirkung aus.

Probieren Sie es aus!

*

 

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2Bewertungen, durchschnittliche Bewertung: 5,00 von 5)
Loading...

 

Inhalt

Stressmanagement 1: Stress – Was ist das?

Stressmanagement 2: Stress – Die Folgen!

Stressmanagement 3: Biochemische Akutmaßnahmen

Stressmanagement 4: Mentale Tricks für den Akutfall

Stressmanagement 5: Stressresistenz dauerhaft steigern

Stressmanagement 6 – Die Kraft der Kohärenz

Stressmanagement 7: Die sieben Säulen der Resilienz

*

Wollen Sie Ihre eigen Stressresistenz professionell ausbauen?

Nehmen Sie jetzt KONTAKT auf!

*

 

pumaklein

P2 M2 U2 A2

v

v

Links
Leser-Wertung
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2Bewertungen, durchschnittliche Bewertung: 5,00 von 5)
Loading...

 

Tagged , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.